Erwischt: Im Auge der Ermittler

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Erwischt: Im Auge der Ermittler

Erst vor wenigen Tagen wurde ein 14-jähriger Roofer, der Anfang April zusammen mit einem Freund einen 35 Meter hohen Flutlichtmasten in Zürich erklommen hat, von der Schweizer Polizei identifiziert, nachdem der Grundstückseigentümer eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt hatte.

Dieses und etliche andere Beispiele, die besonders Anfänger vom Roofen abhalten, zeigen wie schnell man als Roofer in Kontakt mit der Polizei und Gebäudeeigentümern geraten kann. Sollte dies geschehen, ist vor allem die richtige Verhaltensweise wichtig.

Aber wie verhaltet Ihr euch in einer solchen Situation am besten?

Auf den ersten Blick scheint die Flucht eine gar nicht einmal so üble Wahl zu sein, die auch in vielen Fällen einigermaßen gut funktioniert. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass eine Gelegenheit zu flüchten nicht mehr besteht, da man zum Beispiel unten schon erwartet wird.

In solchen Fällen, hat die Höflichkeit die aller größte Priorität. Außerdem solltet Ihr in einem Gespräch einsichtig sein und Euch ruhig verhalten, weil Ihr so die beste Chance habt, glimpflich aus der Situation, in den meisten Fälle mit einer mündlichen Verwarnung, heraus zu kommen. Wie es beispielsweise bei James Kingston der Fall war:

Sollte der Eigentümer dennoch eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch stellen oder Ihr werdet durch entstandenes Videomaterial identifiziert, solltet Ihr in jedem Fall ein offenes Gespräch mit dem Anzeigengegner suchen, da diese dann meistens ihre Anzeige zurückziehen.

Wenn auch das nicht passieren sollte, solltet Ihr euch trotzdem keine zu großen Sorgen machen, denn Anzeigen, die gegen Roofer gestellt werden, werden in der Regel relativ schnell eingestellt, weil der Tatbestand, solange das Gebäude durch Euch nicht schwer beschädigt wurde, zu gering ist. Im schlimmsten Fall wird jedoch eine geringe Geldstrafe fällig.

Also passt immer auf, ob es mögliche Beobachter gibt. Denn auch wenn Ihr zwar meistens mit einem „blauen Auge“ davon kommen könnt, ist es trotzdem besser, euch gar nicht erst erwischen zu lassen.

Zum original Zeitungsartikel der NZZ

Zum Video

Kommentare 9

  1. Sehr guter Artikel. Die erwähnte Strategie musste ich schon oft anwenden, wenn ich von Freunden zu neuen Orten gelotst wurde, zu denen ich noch nicht mal die Zugänge oder Fluchtwege kannte. In Zukunft sollte ich mich auf dem Gelände aber besser umgucken und auch das “Flüchten” lernen. Vielleicht gelingt es mir ja irgendwann sogar mal 🙂

    Ein weiterer guter Trick ist es, wenn man nicht ganz alleine ist. Freunde hat, die Wachpersonal ablenken, oder die Umgebung beobachten und einem dann schnell Bescheid geben. Dieselben können später vielleicht von einem (niedrigeren) Nachbargebäude coole Teleaufnahmen von den Kletteraktionen einfangen oder eure Phantoms dirigieren.

  2. Wenn der Grundstücks- oder Obejkteigentümer gar nicht vor Ort ist, bzw. nicht erreicht werden kann, wer soll dann eine Anzeige stellen? Stellt es die Exekutive, die einen mit Gewalt festhält und die eigenen Personendaten an den Eigentümer weiterleitet?
    Was ist mit öffentlichten Objekten, z.B. eine Brücke? Der Bürger darf von solchen nicht ausgeschlossen werden.

    • Naja, die Polizei leitet die Personalien an den Eigentürmer weiter und erzählt ihm was vorgefallen ist. Dies ist auch der Fall bei Brücken, etc. Diese Bauwerke gehören auch jemanden. Als hier das gleiche Prozedere.

  3. Mein nächstes Ziel ist der Weltraum höher geht nicht und wenn ich jedesmal fixiert werden würde von der Polizei wie so oft schon plizeilich richterlich ärtzlich mit psychopharmakeka zugestopft werde wenn ich Roofe oder für 18 – 24 studnen zwangsfixiert werde und ne Woche Freiheitsentzug und Psychopharmaka bekomme dann fahre ich Lieber pennyboard aufm dach und mache joga und Handstand an der Dachkante uvm . rauche Joints und habe sex aufm dach -.-

  4. Ich denke, in den meisten Fällen ist es harmlos. Wie bereits im Artikel sehr gut beschrieben, ist Höflichkeit das A und O. Versetzt Euch einfach in das Gegenüber hinein. Wachleute sitzen sich stundenlang für einen beschissenen Lohn den Hintern ab. Sie sind auch nur Menschen und in vielen Fällen auch cool drauf, wenn man ihnen selber cool kommt. Eigentümer wollen natürlich vor Allem verhindern, dass sich Jemand auf ihrem Grundstück verletzt oder etwas zerstört. Wie Thomas schrieb: zeig’ Deine Fotoausrüstung, wenn sie den Rucksack durchsuchen wollen, lass’ sie das tun, denn Du hast ja kein Diebesgut und keine Aufbruchswerkzeuge dabei. Letztendlich liegt es auch am Umfeld des Objektes: gab es da erst kürzlich größere Straftaten wie zum Beispiel Brandstiftungen, würde ich generell wegbleiben, denn schnell ist man im Verdacht, solche Scheiße begangen zu haben. Ansonsten ist das Roofing in den meisten Fällen erst einmal Hausfriedensbruch und als solcher ein sogenanntes Antragsdelikt, das heißt, wenn der Geschädigte keinen Strafantrag stellt, passiert gar nichts. Die Polizei nimmt wie gesagt maximal Eure Personalien auf und leitet sie an den Eigentümer weiter, eventuell kann auch mal ein vorübergehender Platzverweis erfolgen, um zu verhindern, dass Du es erneut versuchst (den würde ich dann definitiv auch einhalten). Wichtig ist halt, dass man Sachbeschädigung definitiv bleiben lässt, davon abgesehen, dass es ohnehin Scheiße ist, sorgt das auch in der Regel für viel mehr Ärger, da sind dann auch Eigentümer nicht mehr kulant. Stellt Euch vor, ihr habt ein kleines Grundstück mit einem Mast drauf. Würdet ihr einen Roofer anzeigen, der da oben chillt? Vermutlich nicht. Würdet ihr ihm Stress machen, wenn er den Mast beschädigt? Eben:-).

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